Freitag, 22. Mai 2015

im Grunde sind wir alle allein

In den letzten Tagen habe ich mir vermehrt über die Sätze von Freunden nachgedacht. Diese Sätze wie 'ich bin immer für dich da' und 'du bist nicht allein, ich bin doch da'.


Der Auslöser für diesen Gedankenanstoß war ein Zitat aus dem Buch, welches ich gerade lese. 

"Aber dann bin ich ja völlig allein"
"Wir sind alle allein, Cole."
Maggie Stiefvater-Schimmert die Nacht

Erst hab ich den Textteil überlesen. Dann ist er mir noch mal ein den Sinn gekommen und das Nachdenken begann. Wir haben zwar Freunde, die uns sagen, dass sie da sind. Aber am Ende entscheiden wir allein. Wir haben treffen mit Freunden oder anderen Menschen, doch wir denken und handeln allein. Wir wohnen mit unseren Eltern/Freunden gemeinsam unter einem Dach, doch eigentlich lebt jeder allein. Jeder lebt sein eigenes Leben, jeder entscheidet selbst und jeder macht sein Ding allein

Ich persönlich bin ein Mensch, der gerne allein ist. Ich mag es, wenn es um mich herum still wird, niemand da ist, der mich anguckt oder beobachtet. Ich mag es, wenn ich meinen Gedanken freien lauf lassen kann und mich niemand fragt, warum ich jetzt so denke oder was der Auslöser für mein denken ist. Ich mag es nicht, ständig unter Leuten zu sein. Und wenn ich doch unter vielen Leuten bin, fühle ich mich trotzdem allein. Manchmal verabscheue ich das allein auch, doch bin zu stolz es jemanden zu sagen. Denn ich weiß genau, dass ich nach kurzer Zeit mir wieder wünsche, allein zu sein, sobald ich bei jemanden sitze. 
Es gibt also Menschen, die haben kein Problem damit, allein zu sein. Meine engen Freunde wissen dieses auch und sind mir nicht böse, wenn ich allein sein will. Ich finde es schrecklich, wenn das eigene Bedürfnis nicht akzeptiert wird oder wenn darüber noch diskutiert wird. Ich habe vor paar Jahen noch tägliche Diskussionen führen müssen, weshalb ich so viel allein im Zimmer sitze oder so viel allein spazieren/Joggen gehe. 
Ich habe meinen Verein, wo ich unter Leuten bin. Ich habe meine Freunde, wo ich nicht allein bin und ich habe ein wundervolles Pflegepferd, wo ich die Zweisamkeit genieße. Denn er textet mich nicht voll, er redet still und auf seine eigene Art. Ich kann sein, wie ich bin und er akzeptiert meine Tränen und fragt nicht zehntausend Mal nach, warum es jetzt so ist. 

Jetzt fehlt mir leider ein passendes Schlusswort. Denkt euch einfach selbst eins aus :D
Ich wünsche euch ein schönes, langes Wochenende!
Ella.♥

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